Metadaten

Metadaten 2018-01-17T12:46:51+00:00

AG-Team „Metadaten“

  • Uwe Sikora
  • Wolfgang Dunkel
  • Tobias Gebel
  • Heidemarie Hanekop
  • Jan Mielenhausen
  • Katja Pohlheim
  • Jakob Köster
  • Ubbo Veentjer

Im Rahmen der interdisziplinären AG Metadaten stand die Erschließung qualitativer soziologischer Primärdaten aus SOFI, IFS, SFS, IfS Jena im Vordergrund und hat zudem zum Ziel durch einen interdisziplinären Diskurs zwischen informationswissenschaftlichen und soziologischen Partnern ein Datenmodell – aufbauend auf bereits bestehenden und in der Vorhabenbeschreibung benannten Ansätzen – zu entwickeln und für die Implementierung vorzubereiten. Im Rahmen der Arbeitsgruppe wurden Konzepte, Prozesse und Datenbestände erörtert, die sich als charakteristisch für soziologische Forschungsvorhaben mit qualitativem Methodenrepertoire ausweisen lassen um zu gewährleisten, dass qualitative Forschungsdaten und deren Kontextinformationen strukturiert und standardisiert erschlossen werden können.

Auf dieser Grundlage wurde ein Datenmodell entwickelt, das qualitativ erschlossene Forschungsdaten in Abhängigkeit zu Erschließungs-,Analyse- und Sekundärnutzungskontexten beschreibt. Für die Entwicklung des Datenmodells war (1) eine Metadatenanalyse auf der Grundlage der verfügbaren Projektbeschreibungen der beteiligten soziologischen Partner sowie des Vorgängerprojektes ReSozit IT. Da die einzelnen Datenbeschreibungen inhaltlich sehr heterogen waren, erfolgten zunächst eine Harmonisierung der Metadatenbeschreibungen der einzelnen soziologischen Partner und die Extrahierung inhaltlich homogener obligatorischer Beschreibungselemente und heterogener optionaler Beschreibungselemente. Daran anschließend erfolgte (2) eine Evaluation bestehender nationaler und internationaler „Best-Practice-Modell“ zur Beschreibung von Metadaten in der Soziologie um eine Anschlussfähigkeit des zu entwickelnden Metadatenmodell an bestehende Standards sicherstellen zu können. Dazu erfolgte insbesondere eine Evaluation des QualiService- Metadatenschema1, der UK DATA Qualidatenbank2, des FDZ-BO Studienportals. Drittens erfolgte auf Grundlage einer Literaturrecherche die Aufarbeitung bislang erfolgter qualitativer Sekundäranalysen im Feld der Organisations- und Arbeitsforschung, um aus der Perspektive der Datennutzenden den Anforderungen an eine Metadatenbeschreibung heraus zu arbeiten und Implikation für das Datenmodel in eLabour zu entwickeln. Die Ergebnisse der Metadatenanalyse, der Evaluation bestehender Datenmodelle und der Recherche erfolgter qualitativer Sekundäranalysen bildeten die methodische Grundlage für Entwicklung des Datenmodells in eLabour.

Die konzeptuelle Entwicklung des Datenmodells erfolgte daran darauf aufbauend und auf Grundlage der experimentellen Pilotstudien der soziologischen Partner, um die heterogenen Datentypen, Datenstrukturen und Dokumenttypen strukturiert und standardisiert abbilden und beschreiben zu können. Damit wurde sichergestellt, dass das Datenmodell der Forschungspraxis in der Arbeits- und Industriesoziologie entspricht und die Daten entsprechend deren methodisch-inhaltlichen Anforderungen strukturiert abgebildet werden. Um gleichzeitig die Anschlussfähigkeit des entwickelten Datenmodells an bestehende Metamodelle zu gewährleisten, wurden die Konzeptualisierung der Beschreibungselemente systematisch mit den in den Sozialwissenschaften etablierten Standards der DDI abgeglichen, die in der aktuellen Version DDI 3.2 auch Beschreibungselemente für qualitative Daten beinhaltet. Aufgrund der heterogenen qualitativen Datentypen und Datenstrukturen und dem heterogenen Kontextmaterial, war es erforderlich neue und für die Arbeits- und Industriesoziologie spezifische Metadaten und Beschreibungselemente zu konzipieren. Die Anschlussfähigkeit konnte für alle zentralen Beschreibungselemente realisiert werden. Dies wird auch im weiteren Projektverlauf überprüft und mit Blick auf die spezifischen Anforderungen arbeits- und Industriesoziologischer Studien angepasst.

Überblick über die Struktur der Studien

Beschreibung der Dokumenten-Beziehungen

Dieses Datenmodell wurde auf den einzelnen Verbundworkshops vorgestellt, diskutiert und iterativ weiterentwickelt. Das Modell wurde von den IT-Entwicklungspartnern bei der Umsetzung der ersten Prototypen für die Eingabe- und Erfassungsmasken verwendet und bildet die Grundlage nicht nur für den Datenspeicherungsprozess (Ingestprozess), sondern auch die spätere Recherche und Analyse der Daten in der Virtuellen Forschungsumgebung von eLabour. Es stellt zugleich ein eigenes informationswissenschaftliches Forschungsfeld dar, da in dieser Komplexität und Granularität bislang noch keine Metadatenmodellierung für qualitative soziologische Forschungsdaten umgesetzt wurde. Dementsprechend stellen sich die dafür notwendigen konzeptionellen und methodischen Arbeiten als umfangreich dar, als zu Beginn geplant. Nichtsdestotrotz wurde ein erster Prototyp des Datenmodells erstellt, der auf der eLabour Konferenz im Februar 2017 der Fachöffentlichkeit und dem Wissenschaftlichen Beirat präsentiert wurde. Getestet werden konnte der Prototyp dann erstmals in dem Workshop von eLabour im Rahmen der Herbsttagung 2017 der AIS. Der  Aufbereitung und Strukturierung Klärung und Definition zentraler Begriffe und Methoden der qualitativen arbeitssoziologischen Forschung, Anforderungsanalyse für das Metadatenmodell, die interdisziplinäre Erarbeitung des Metadatenmodells und des einheitlichen Erfassungsschemas, incl. Ingestprozess und Erprobung von Erfassungsmasken.