Das For­schungs­da­ten­zen­trum (FDZ) eLa­bour archi­viert qua­li­ta­ti­ve For­schungs­da­ten und stellt sie für die wei­te­re Nut­zung in der wis­sen­schaft­li­chen For­schung zur Ver­fü­gung. Es ent­hält über­wie­gend empi­ri­sche Stu­di­en aus den betei­lig­ten For­schungs­ein­rich­tun­gen und zu The­men aus der sozio­lo­gi­schen Arbeits- und Orga­ni­sa­ti­ons- und Wirt­schafts­for­schung. Das FDZ eLa­bour ist offen für alle For­schungs­pro­jek­te und ‑insti­tu­tio­nen, die ihre qua­li­ta­ti­ven Daten archi­vie­ren und für die For­schung bereit­stel­len möch­ten.

Das FDZ eLa­bour bie­tet einen web­ba­sier­ten Zugang zu den For­schungs­da­ten über die Platt­form eLa­bour. Vor­aus­set­zung ist der Abschluss eines Nut­zungs­ver­tra­ges.

Das FDZ eLa­bour unter­stützt For­schen­de und Ein­rich­tun­gen bei der Archi­vie­rung von qua­li­ta­ti­ven For­schungs­da­ten, durch Bera­tung zur Vor­be­rei­tung der For­schungs­da­ten und durch den tech­ni­schen Ser­vice der Platt­form eLa­bour für das Ein­le­sen und Doku­men­tie­ren der Daten.

Das FDZ eLa­bour ist durch den RatSWD zer­ti­fi­ziert (seit 2019), Mit­glied im Aus­schuss der For­schungs­da­ten­zen­tren in Kons­ortSWD und in Qual­i­da­ta­Net, dem Netz­werk der qua­li­ta­ti­ven Daten­zen­tren. Das FDZ eLa­bour ist eng mit der Sek­ti­on Arbeits- und Indus­trie­so­zio­lo­gie in der DGS ver­bun­den.

Das FDZ eLa­bour ist eine gemein­sa­me Ein­rich­tung von For­schungs­ein­rich­tun­gen, Uni­ver­si­täts­ab­tei­lun­gen, Forscher:innen und Infra­struk­tur­part­nern, die sich im Ver­ein eLa­bour e.V. zusam­men­ge­schlos­sen haben. Die Geschäfts­stel­le des FDZ ist in Göt­tin­gen am SOFI ange­sie­delt. Die Platt­form eLa­bour, in der die For­schungs­da­ten archi­viert und zugäng­lich sind, wird von der Gesell­schaft für wis­sen­schaft­li­che Daten­ver­ar­bei­tung Göt­tin­gen (GWDG) betrie­ben.

Der Ver­ein eLa­bour ist 2019 aus dem Ver­bund­pro­jekt eLa­bour (geför­dert durch das BMBF 2015 — 2021) her­vor­ge­gan­gen, wei­te­re Wissenschaftler:innen und Ein­rich­tun­gen aus der arbeits­so­zio­lo­gi­schen Fach­com­mu­ni­ty sind seit­dem hin­zu gekom­men. Er ist offen für neue Mit­glie­der, Wis­sen­schaft­ler: innen als auch For­schungs­ein­rich­tun­gen.

Ver­an­stal­tun­gen des FDZ eLa­bour rich­ten sich sowohl an Pri­mär- als auch Sekun­där­for­scher: innen. Vie­le der Ver­an­stal­tun­gen sind zudem offen für Inter­es­sier­te, die kei­ne Ver­eins­mit­glie­der sind. Infor­ma­tio­nen über die ver­schie­de­nen Arbeits­pro­zes­se von eLa­bour kön­nen auch in den bereits gehal­te­nen bzw. erschie­nen Vor­trä­gen und Publi­ka­tio­nen abge­ru­fen wer­den.

A short histo­ry of eLa­bour

2019

Der Ver­ein eLa­bour e.V. wur­de nach der juris­ti­schen Prü­fung und Aus­ar­bei­tung der Ver­eins­sat­zung sowie einem Dis­kus­si­ons­pro­zess zwi­schen den Grün­dungs­mit­glie­dern zum Ver­eins­zweck und zur Aus­ge­stal­tung der Ver­eins­sat­zung am 26.8.2019 gegrün­det. Im Sep­tem­ber 2019 wur­de er vom Amts­ge­richt Göt­tin­gen in das Ver­eins­re­gis­ter auf­ge­nom­men und vom Finanz­amt Göt­tin­gen als gemein­nüt­zig aner­kannt.

Die vor­läu­fi­ge Akkre­di­tie­rung des inter­dis­zi­pli­nä­ren Pro­jekt­ver­bunds eLa­bour wur­de auf der 52. Sit­zung des RatSWD in eine dau­er­haf­te Akkre­di­tie­rung für das For­schungs­da­ten­zen­trum eLa­bour umge­wan­delt. eLa­bour hat daher die for­mel­len Anfor­de­run­gen eines For­schungs­da­ten­zen­trums erfüllt und befin­det sich im Kreis der 34 vom RatSWD akkre­di­tier­ten For­schungs­da­ten­zen­tren, die einen kos­ten­güns­ti­gen und ein­fa­chen Zugang zu einer Viel­zahl von For­schungs­da­ten ermög­li­chen


2018

Im Ver­bund­pro­jekt eLa­bour wur­de auf Basis von fünf arbeits­so­zio­lo­gi­schen Pilot­pro­jek­ten mit­tels Sekun­där­ana­ly­se von umfang­rei­chen For­schungs­da­ten aus meh­re­ren Jahr­zehn­ten der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie sich die Kon­tu­ren von Pro­duk­ti­on und Arbeit seit den 1970er Jah­ren ent­wi­ckelt haben. Gleich­zei­tig wird eine IT-basier­te For­schungs­in­fra­struk­tur für die­sen Typ von qua­li­ta­ti­ven, arbeits­so­zio­lo­gi­schen Sekun­där­ana­ly­sen auf- und aus­ge­baut, mit deren Hil­fe For­schen­de künf­tig gezielt auf das archi­vier­te arbeits­so­zio­lo­gi­sche Mate­ri­al zurück­grei­fen und dies mit IT-Werk­zeu­gen ana­ly­sie­ren kön­nen. Ziel ist der nach­hal­ti­ge Auf­bau eines natio­na­len For­schungs­da­ten­zen­trums (FDZ) für qua­li­ta­ti­ve, arbeits- und indus­trie­so­zio­lo­gi­sche For­schungs­da­ten. Die sozio­lo­gi­schen For­schungs­ein­rich­tun­gen tra­gen mit For­schungs­pro­jek­ten zur ste­ti­gen Erwei­te­rung des For­schungs­da­ten­be­stands bei und stei­gern so die Attrak­ti­vi­tät des Zen­trums. Die Infra­struk­tur und IT-Part­ner tra­gen mit ihren Erfah­run­gen und Kom­pe­ten­zen aus ein­schlä­gi­gen Infra­struk­tur­pro­jek­ten dazu bei, dass das FDZ auf dem neu­es­ten Stand der Ent­wick­lung bleibt, die Res­sour­cen effi­zi­ent ein­ge­setzt wer­den und in natio­na­le und inter­na­tio­na­le Infra­struk­tu­ren ein­ge­bun­den ist.


2015

Zu Beginn des Pro­jekt­ver­bun­des eLa­bour haben sich vier sozio­lo­gi­sche For­schungs­ein­rich­tun­gen (SOFI Göt­tin­gen, ISF Mün­chen, IfS Jena, sfs Dort­mund) mit drei IT-Part­nern (L3S Han­no­ver, SUB und GWDG Göt­tin­gen) zusam­men­ge­schlos­sen, um ein Inter­dis­zi­pli­nä­res Zen­trum für IT-basier­te qua­li­ta­ti­ve arbeits­so­zio­lo­gi­sche For­schung auf­zu­bau­en; die­ses neue Zen­trum wur­de seit Okto­ber 2015 vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) im Rah­men des För­der­schwer­punk­tes Digi­tal Huma­ni­ties geför­dert.

Der Ver­bund wur­de vom BMBF  als  eines  von  acht  Zen­tren  im Rah­men des Pro­gramms Digi­tal Huma­ni­ties geför­dert.