Gren­zen der Ent­gren­zung von Arbeit

Jen­seits des Hype: Arbeit bei Inter­net­dienst­leis­tern

DOI:

https://doi.org/10.60613/el00010

Publisher:

  • FDZ eLa­bour

For­schungs­da­ten:

Qua­li­ta­ti­ves Daten­ma­te­ri­al

  • Exper­ten­in­ter­views
  • Beschäf­tig­ten­in­ter­views

Daten­nut­zung:

Zugang: Platt­form eLa­bour mit Abschluß eines Nut­zungs­ver­tra­ges

Abs­tract
Wie wer­den Arbeit und Wis­sen in hoch­qua­li­fi­zier­ten Dienst­leis­tun­gen orga­ni­siert? Die­se qua­li­ta­ti­ve Stu­die rich­tet den Fokus auf die Inter­net-Indus­trie, die seit Mit­te der 1990er Jah­re als beson­ders inno­va­ti­ver Teil des (deut­schen) Arbeits­mark­tes wahr­ge­nom­men wird. Es wird argu­men­tiert, dass sich die­se neue Indus­trie im Kern der Inter­net-Dienst­leis­tun­gen kon­sti­tu­iert hat und eine aus­ge­präg­te Struk­tur von (meist klei­nen) Unter­neh­men mit rela­tiv klar umris­se­nen Port­fo­li­os und Tätig­keits­pro­fi­len auf­weist. Anhand von 12 Fall­stu­di­en in deut­schen Inter­net-Unter­neh­men wer­den Art und Ent­wick­lung inter­dis­zi­pli­nä­rer Pro­jekt­ar­beit sowie die sich wan­deln­de Bedeu­tung fle­xi­bler Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se, fla­cher Hier­ar­chien und indi­rek­ter Steue­rungs­for­men unter­sucht. Es ent­steht ein Bild jun­ger Unter­neh­men, in denen die Erwar­tun­gen an krea­ti­ve Auf­ga­ben und ega­li­tä­re Arbeits­struk­tu­ren bei Füh­rungs­kräf­ten und Beschäf­tig­ten weit ver­brei­tet sind. Sie sehen sich jedoch unter den Bedin­gun­gen der Kon­so­li­die­rung nach 2001 zuneh­mend mit der Not­wen­dig­keit kon­fron­tiert, auf Rou­ti­ne­ar­beit, sta­bi­le Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se, for­ma­le hier­ar­chi­sche Struk­tu­ren und direk­te Kon­trol­le zu set­zen. Damit erschei­nen die Inter­net-Unter­neh­men unse­rer Stich­pro­be als eher typi­sche Klein- und Mit­tel­be­trie­be, geprägt durch den deut­schen insti­tu­tio­nel­len Rah­men der Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on sowie durch das insti­tu­tio­nel­le Gefü­ge der Dienst­leis­tungs­ar­beit geprägt, wenn­gleich sich die (oft frus­trier­ten) Idea­le der Selbst­be­stim­mung sich als Quel­le künf­ti­ger Inno­va­tio­nen erwei­sen kön­nen.
Erhe­bungs­me­tho­de / Sam­ple
Es wur­den 12 Betriebs­fall­stu­di­en bei deut­schen Inter­net­dienst­leis­tern unter­schied­li­cher Grö­ße wie Geschäfts­aus­rich­tung in ver­schie­de­nen Regio­nen durch­ge­führt. In den Jah­ren 2003–2004 wur­den 74 leit­fa­den­ge­stütz­te Inter­views mit Ange­stell­ten und Mana­gern die­ser Betrie­be geführt.
Publi­ka­tio­nen
  • May­er-Ahu­ja, Nico­le; Wolf, Harald (HG) (2005): Ent­fes­sel­te Arbeit – neue Bin­dun­gen. Gren­zen der Ent­gren­zung in der Medi­en- und Kul­tur­in­dus­trie. Edi­ti­on Sig­ma: Ber­lin.
  • May­er-Ahu­ja, Nico­le; Wolf, Harald (2007): Bey­ond the Hype. Working in the Ger­man Inter­net Indus­try. In: Cri­ti­cal Socio­lo­gy, Volu­me 33, Nr. 1–2 (2007), S. 73–99.

For­schungs­in­sti­tu­ti­on

  • SOFI Göt­tin­gen

Pro­jekt­team:

  • Schu­mann, Micha­el (SOFI Göt­tin­gen)
  • May­er-Ahu­ja, Nico­le (SOFI Göt­tin­gen)
  • Feu­er­stein, Patrick (SOFI Göt­tin­gen)
  • Wolf, Harald (SOFI Göt­tin­gen)

Stu­di­en­lauf­zeit:

2002 — 2005

Deutsch­land

Web­sei­te:

Geför­dert durch:

Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF)