FAQ 2021-11-18T14:10:56+00:00

Im Folgenden finden sich Antworten auf die häufigsten von Primärforscher:innen gestellten Fragen:

Nein, das FDZ eLabour hat kein Interesse am Besitzen der Daten. Im Optimalfall wird die Aufbereitung der Daten durch die Primäforscher:innen mit Beratung durch eLabour durchgeführt, wodurch die Daten auch bei der Freigabe zur Nachnutzung im Besitz der Primärforscher:innen bleiben. So wird auch garantiert, dass die Primärforscher:innen die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.

Ja, denn eLabour fungiert lediglich als vermittelnde Instanz zwischen Primärforscher:innen und Sekundäranalytiker:innen. Da die Primärforscher:innen weiterhin die Besitzer:innen der Daten sind, werden Nutzungsanfragen über eLabour an diese weitergeleitet. Sollten berechtigte Einwände gegen die Nachnutzung der Daten durch eine bestimmte Person vorliegen (z.B. weil das wissenschaftliche Interesse nicht überzeugend dargestellt werden kann) ist es den Primärforscher:innen möglich die Bewilligung zur Nachnutzung nicht zu geben. So behalten die Primärforscher:innen dauerhaft den Überblick darüber welche Kollegen:innen die Daten zu welchen Zwecken nutzen, ohne dass für sie ein großer Mehraufwand entsteht.

Ja, denn der Zugang zu den Daten ist streng reguliert. Zugang zur eLabour Forschungsdateninfrastruktur erhalten nur registrierte Nutzer:innen die ein berechtigtes wissenschaftliches Interesse an der Nachnutzung bestimmter Daten haben. Daher werden auch niemals alle auf eLabour verfügbaren Datensätze für einzelne Nutzer:innen freigegeben, sondern Verträge über die Nachnutzung von spezifischen Datensätzen geschlossen. Des Weiteren erklären die Sekundärforscher:innen schriftlich, dass sie die Daten ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke nutzen und keinerlei Informationen aus den Daten an Dritte weitergeben.

Ja, denn auf der eLabour Infrastruktur werden ausschließlich Datensätze bereitgestellt in denen mindestens die Klarnamen der im Datensatz enthaltenen Personen pseudonymisiert sind. Abhängig vom immanenten Risiko im Datensatz können auch weiteren Anonymisierungsprozesse notwendig sein. Das Freigabeklassensystem von eLabour erlaubt es jedes Dokument anhand seiner individuellen Risiken zu bewerten, sodass nur Dokumente freigegeben werden, welche ein vertretbares Risiko enthalten, so können auch einzelne Dokumente zurückgehalten werden. Des Weiteren verpflichten sich die Sekundäranalytiker:innen vertraglich zur Wahrung der DSGVo, dies impliziert auch ein Verbot der Reidentifikation von Befragten und genannten Dritten und darüber hinausgehend einer Nennung der erhobenen Unternehmen.

Im Generellen gilt, dass die Prozesse zum Forschungsdatenmanagement von eLabour darauf ausgelegt sind, dass sie Forschungsprozessbegleitend angewendet werden. Daher sollten die Primärforscher:innen bereits zu Beginn des Forschungsprozesses mit der Anwendung des Forschungsdatenmanagements beginnen. Die Aufbereitung der Daten kann auch durch studentische Hilfskräfte geschehen. Das eLabour Team steht dabei gerne mit Rat und Tat beiseite. Die entstehenden Kosten können der KOSTENÜBERSICHT entnommen werden, sodass sie schon bei Projektakquise eingepreist werden können. Bei Beachtung dieser Hinweise handelt es sich beim Forschungsdatenmanagement um einen überschaubaren Mehraufwand.

Nein, sie können aber direkt mit dem Projektabschluss und der damit endenden Finanzierung an eLabour übergeben werden. Die Freigabe in der Plattform kann zu einem späteren, individuell vereinbarten Zeitpunkt geschehen. So entsteht für die Primärforscher:innen kein finanzieller Mehraufwand nachdem die Projektfinanzierung ausgelaufen ist und etwaige Publikationen o.Ä. können dennoch in Ruhe geschehen.

Ja, das Team von eLabour hat auch dafür Forschungsdatenmanagementprozesse erstellt. Bei solchen Vorhaben ist jedoch eine individuelle Beratung durch eLabour notwendig, da die Arbeit mit bereist abgeschlossen Erhebungen abhängig von verschiedenen Faktoren stark variiert (z.B. liegen die Daten digital vor?). in jedem Fall sind derartige Vorhaben deutlich arbeits- und kostenintensiver und sollten ggf. über eine gesonderte Akquise von Projektmitteln geschehen.